Ehrenamtlich im Einsatz für Rimbach und die Region

Die Sanitätsgruppe des DRK Ortsvereins Rimbach übernimmt die medizinische Absicherung von Veranstaltungen in Rimbach, der Region und darüber hinaus. Das Einsatzspektrum reicht von kleineren Sportveranstaltungen wie Judo-, Karate- oder Ringerturnieren über Stadtfeste und Umzüge bis hin zu Großveranstaltungen in der SAP Arena oder auf dem Hockenheimring, beispielsweise bei den NitrOlympiX oder dem DTM-Finale.

Je nach Größe und Gefährdungslage wird der Sanitätsdienst individuell geplant und besetzt. Das Spektrum reicht von einem kleinen Sanitätstrupp mit zwei Helferinnen und Helfern, Notfallrucksack, automatisiertem externen Defibrillator (AED) und Funkgerät bis hin zu einer vollständigen Einsatzstruktur in Gruppenstärke. Bei größeren Veranstaltungen können neben einem Rettungswagen auch der Mannschaftstransportwagen mit Geräteanhänger sowie ein Gruppenführer eingesetzt werden.

Neben der Erstversorgung kleinerer Verletzungen und akuter Erkrankungen gehört auch die Versorgung schwerer Notfälle zu den Aufgaben. Bei größeren Veranstaltungen können Sanitätsstationen, Medical Center oder Behandlungsplätze eingerichtet und betrieben werden. Dabei arbeiten die Einsatzkräfte eng mit dem Veranstalter, dem Rettungsdienst, der Feuerwehr und weiteren beteiligten Organisationen zusammen.

Eine Besonderheit der Sanitätsgruppe ist ihr Einsatz über die Grenzen Rimbachs und des eigenen Landkreises hinaus. Durch die flexible personelle und materielle Ausstattung kann die Bereitschaft sowohl lokale Veranstaltungen absichern als auch bei größeren Einsatzlagen und Veranstaltungen überregional unterstützen.

Grundlage für diese Tätigkeit sind regelmäßige Aus- und Fortbildungen sowie Übungen. Die Helferinnen und Helfer werden dabei auf unterschiedliche Einsatzsituationen vorbereitet und können ihre Fähigkeiten entsprechend ihrer jeweiligen Qualifikation einsetzen.

Rettungsdienst

Der DRK Ortsverein Rimbach unterstützt den regulären Rettungsdienst durch einen ausschließlich ehrenamtlich besetzten Rettungswagen. Qualifizierte Helferinnen und Helfer stellen das Fahrzeug in ihrer Freizeit nach Verfügbarkeit für Einsätze zur Verfügung. Die Alarmierung und Disposition erfolgt über die zuständige Leitstelle.

Die Besetzung richtet sich nach der jeweiligen Qualifikation der Einsatzkräfte. Sie reicht von einer KTW-Besatzung aus Rettungssanitäter und Sanitäter bis hin zur RTW-Besetzung mit Notfallsanitäter und Rettungssanitäter. Die Einsatzkräfte bringen dabei ihre rettungsdienstliche Qualifikation ehrenamtlich ein und leisten damit einen zusätzlichen Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Der RTW wird insbesondere zur Verstärkung des Regelrettungsdienstes eingesetzt. Gerade im ländlich geprägten Raum können größere Entfernungen und damit verbundene längere Anfahrtszeiten eine Herausforderung darstellen. Eine zusätzliche ehrenamtliche Besatzung kann in solchen Situationen die vorhandenen Strukturen unterstützen und zusätzliche rettungsdienstliche Ressourcen bereitstellen.

Der Rettungswagen verfügt über die für die notfallmedizinische Versorgung erforderliche Ausstattung. Dazu gehören unter anderem eine Fahrtrage, ein umfangreicher Notfallrucksack, ein EKG sowie eine Sauerstoffversorgung. Die konkrete Ausstattung ermöglicht es der Besatzung, Patienten entsprechend ihrer Qualifikation professionell zu versorgen und bis zur weiteren Behandlung beziehungsweise zum Transport zu betreuen.

Der ehrenamtliche Rettungsdienst ergänzt damit die hauptamtlichen Strukturen, ersetzt diese jedoch nicht. Das Engagement der Helferinnen und Helfer erfolgt ausschließlich zusätzlich zu ihrer regulären Freizeit und steht sinnbildlich für den Beitrag des DRK Ortsvereins Rimbach zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung.

First Responder

Bei zeitkritischen medizinischen Notfällen kann jede Minute entscheidend sein. Der First-Responder-Dienst des DRK Ortsvereins Rimbach unterstützt deshalb den regulären Rettungsdienst überall dort, wo ehrenamtliche Einsatzkräfte schneller am Notfallort eintreffen können.

Die Helferinnen und Helfer tragen ihre Funkmeldeempfänger privat bei sich und können über die Leitstelle Bergstraße alarmiert werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Alarmierung über eine entsprechende Smartphone-App. Besonders im ländlich geprägten Bereich rund um Rimbach und seine Ortsteile kann dieses System einen wichtigen Zeitvorteil schaffen. Die Einsatzkräfte werden insbesondere bei zeitkritischen Einsatzstichworten alarmiert, bei denen eine schnelle medizinische Versorgung erforderlich ist.

Nach der Alarmierung begeben sich die verfügbaren Helferinnen und Helfer mit dem Mannschaftstransportwagen oder privaten Fahrzeugen und der erforderlichen Einsatz- und Notfallausrüstung zum Einsatzort. Dort beginnen sie mit der medizinischen Erstversorgung und überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes.

Die eingesetzten Kräfte verfügen mindestens über eine Erste-Hilfe-Ausbildung, in der Regel über eine weiterführende Sanitätsausbildung. Je nach Qualifikation gehören darüber hinaus beispielsweise rettungsdienstliche Qualifikationen als Rettungssanitäter oder Notfallsanitäter sowie zusätzliche Aus- und Fortbildungen zur Reanimation mit AED, im Einsatz oder im Sprechfunk zum Ausbildungsstand.

Der First-Responder-Dienst ist vollständig ehrenamtlich organisiert und versteht sich als Ergänzung des öffentlichen Rettungsdienstes. Ziel ist es, insbesondere bei längeren Anfahrtswegen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sinnvoll zu überbrücken und damit eine möglichst frühzeitige medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Unsere Fahrzeuge und Ausrüstung

Für seine vielfältigen Aufgaben verfügt der DRK Ortsverein Rimbach über drei Fahrzeuge beziehungsweise Fahrzeugeinheiten: einen Rettungswagen, einen Mannschaftstransportwagen und einen Geräteanhänger. Die Ausstattung ist darauf ausgelegt, sowohl Sanitätsdienste und rettungsdienstliche Einsätze als auch größere Einsatzlagen flexibel bewältigen zu können.

Der Rettungswagen (RTW) 
dient insbesondere der Verstärkung des Regelrettungsdienstes. Er verfügt über eine umfangreiche medizinische Ausstattung zur Versorgung von Notfallpatienten. Neben Fahrtrage und Notfallrucksack gehören unter anderem ein EKG und eine Sauerstoffversorgung zur Ausstattung. Der RTW wird ausschließlich ehrenamtlich besetzt und kann entsprechend der verfügbaren Qualifikationen durch rettungsdienstlich ausgebildete Einsatzkräfte besetzt werden.

Der Mannschaftstransportwagen (MTW) 
dient vor allem dem Transport von Einsatzkräften und Material. Er verfügt über eine entsprechende Funkausstattung sowie zusätzliche Einsatzbeladung, darunter einen Notfallrucksack und einen automatisierten externen Defibrillator (AED). Für Sanitätsdienste kann weiteres Material mitgeführt werden. Durch einen einbaubaren Tisch und die vorhandene Funkausstattung kann der MTW außerdem als Kommandowagen eingesetzt werden. So kann er bei größeren Einsätzen auch zur Führung und Koordination von Einsatzkräften dienen.

Der Geräteanhänger 
erweitert die Transport- und Einsatzmöglichkeiten des Ortsvereins. Er führt unter anderem ein SG-20-Zelt, Feldbetten, eine Biertischgarnitur, ein Stromaggregat, medizinisches Material und Ausstattung zur Heißgetränkeversorgung mit. Bei größeren oder länger andauernden Einsätzen kann damit beispielsweise ein Behandlungsplatz für Verletzte, ein Betreuungsplatz für Beteiligte oder eine Versorgungsstelle für Einsatzkräfte aufgebaut und betrieben werden.

Gemeinsam bilden die drei Fahrzeuge die materielle Grundlage für die vielfältigen Aufgaben der Bereitschaft – vom kleinen Sanitätsdienst bis hin zu größeren Einsatz- und Katastrophenschutzlagen.